Das Psychofon

 

Namensgeber für dieses Hilfsmittel der TBS ist der österreichische Ingenieur Franz Seidel. Er hatte die Idee, auf der Basis der Radiomethode, also  unter der Verwendung eines Radios, welches auf möglichst unverständliche Geräusche oder einen fremdsprachigen Sender eingestellt wurde, als Quelle eines Hintergrundgeräusches ein neues Gerät zu entwickeln.

Da die Kurzwellenbereiche (natürlich auch die Mittelwelle) in Abhängigkeit von der Tageszeit, der gewählten Frequenz und der damit verbundenen veränderten Verhältnisse in der Ionosphäre unterschiedlich starke Signale produzieren, war es ein folgerichtiger Gedanke, ein Empfangsgerät zu konstruieren, bei dem zu jeder Tages- oder Nachtzeit immer irgendwelche Geräusche zu hören sind. Das setzte voraus, dass alle Bänder immer gleichermaßen und vor allem gleichzeitig zu empfangen waren. In der Praxis bedeutete dies, auf alle selektiven Mittel in diesem Empfänger zu verzichten und es entstand unter der Bezeichnung Psychofon ein einfacher Breitbandempfänger, der tatsächlich unabhängig von der Tageszeit nun tatsächlich jederzeit brauchbare Hintergrundgeräusche lieferte. Viele Experimentatoren, auch ich selbst, hatten unter dem Einsatz dieses Breitbandempfängers tatsächlich gute Ergebnisse bei den Einspielungen.

 

Es muss jedoch ganz deutlich gesagt werden, dass es sich beim Psychofon nun nicht etwa um ein spezielles und geheimnisvolles Gerät handelt, welches Kontakte ins Jenseits herstellt, sondern einzig und allein um eine gute Quelle für geeignete Hintergrundgeräusche.

Von zahlreichen Technikern wurde dieses Gerät nachgebaut und nicht immer wurde auf die einzig und allein technische Bedeutung verwiesen, sondern es wurden  dem Psychofon geheimnisvolle Kräfte angedichtet.

Auch Franz Seidel experimentierte mit der so genannten „Selbstsender-Methode“ verwarf später jedoch diese Entwicklung, weil sie wieder zu höherer Selektivität des Gerätes und damit zu insgesamt ungünstigeren Gesamtergebnissen führte.

Sein Psychofon vom Typ III ist wieder  ein ganz normaler Breitbandempfänger, der in der Originalschaltung ganz hervorragende Ergebnisse lieferte und bis heute liefert.

Nachteil des Breitbandempfängers ist seine etwas zu große Öffnung in Hinsicht auf die zu empfangenden Frequenzen, weil zum Beispiel auf der Mittelwelle oder im Langwellenbereich die kommerziellen Rundfunkstationen mit gigantischen Sendeleistungen arbeiten und damit alle schwachen Sender regelrecht zu drücken.

Abhilfe schaffte hier der Einsatz von Hochpässen, welcher erst Frequenzen ab etwa 2 MHz den Eintritt in das Gerät ermöglichte und die starken Störer abschnitt. Es setzte sich für diese kleine Ergänzung dann die Bezeichnung „Kurzwellenpsychofon“ durch. Dieses Gerät wurde von vielen Technikern erfolgreich nachgebaut und wird verhältnismäßig preiswert angeboten (Angebote).

Verwendet wird das Psychofon wie ein Rundfunkgerät. Alles was hierfür nötig ist finden Sie unter der Beschreibung der Radiomethode auch auf meinen Seiten.